Elisabeth Seidl Preis 2026
Wir feiern dieses Jahr ein kleines Jubiläum – der Elisabeth Seidlpreis wurde am 15. Juni 2026 bereits zum 15. Mal vergeben. Ziel dieses österreichweiten Pflegepreises ist die Förderung des Nachwuchses in der Pflegewissenschaft sowie der Wissenstransfer aus der Forschung in die Praxis.
Es wurden auch heuer wieder zahlreiche Bachelor- und Masterarbeiten eingereicht, aus denen sechs Preisträger*innen von der hochkarätigen fünfköpigen Jury ausgewählt wurden. Die Jury besteht aus Pflegewissenschafter*innen verschiedener österreichischer Universitäten. Die prämierten Arbeiten zeichnen sich insgesamt durch innovative und aktuelle Fragestellungen und eine sehr gute methodische Herangehensweise und Umsetzung aus.
Durch die Verleihung führte in bewährter Weise Univ. Prof.in Mag.a Dr.in Hanna Mayer, Leiterin des Fachbereichs Pflegewissenschaft an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften. Sie stellte die Arbeiten der Preisträger*innen vor und würdigte deren Besonderheiten. Für die Zukunft ermutigte sie die Preisträgerinnen, weiterhin neugierig zu sein, Fragen zu stellen und auf diese mit hoher Kompetenz, gesundem Menschenverstand und Integrität Antworten zu finden.
Wir freuen uns, dass wir bei der Preisverleihung Pflegepionierin Univ. Prof.in Dr.in Elisabeth Seidl als Ehrengast begrüßen durften. Ihr zu Ehren ist dieser Preis gewidmet. In ihren Begrüßungsworten betonte sie ihre Freude und Anerkennung angesichts dieser großartigen Arbeiten, die Grundlage für eine stetige Weiterentwicklung in der Pflege sind. Überreicht wurden die Preise von Elisabeth Leopold, MSc MSc, Pflegedienstleiterin der Rudolfinerhaus Privatklinik, und Mag.a Cornelia Kures, stellvertretende Direktorin des Campus Rudolfinerhaus.
Wir gratulieren allen Preisträger*innen sehr herzlich und dürfen diese nachfolgend mit den Details zu ihren Arbeiten vorstellen.
KATEGORIE MASTERARBEIT
Lucia Mitterhauser, BSc MSc ANP; Miriam Anna Neuhauser, BSc MSc ANP; Anna Berger, BSc MSc ANP (v.l.n.r.) |
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1. Platz - Miriam Anna Neuhauser, BSc MSc ANP
Thema: „Wenn das Leiden einmal die Freude übersteigt“ Die eigene Endlichkeit und Versorgungsbedürfnisse angesichts einer fortschreitenden Erkrankung – Erleben und Gestalten onkologischer Patient*innen in Oberösterreich
(Paracelsus Medizinsche Universität)Erkenntnisse für die Praxis: Menschen mit einer fortschreitenden onkologischen Erkrankung erleben eine leid- und schmerzvolle Zeit. Das Erleben von Leid kann für diese Menschen sehr unterschiedlich sein und hängt von der eigenen Lebenswirklichkeit ab. Speziell bei der professionellen Versorgung ergeben sich wesentliche Bedürfnisse – im Besonderen das Bedürfnis nach Begegnung. Einer frühzeitigen Integration von Palliative Care kommt eine besondere Bedeutung zu.
Preisgeld: 1.000 Euro
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2. Platz - Lucia Mitterhauser, BSc MSc ANP
Thema: Erfahrungen von Familien in einem Kinderhospiz: Scoping Review und qualitative Befragung von Bezugspersonen von lebensverkürzt erkrankten Kindern in Hospizen im deutschsprachigen Raum
(Paracelsus Medizinsche Universität)Erkenntnisse für die Praxis: Kinderhospize stellen eine bedeutende Unterstützung für die gesamte Familie dar. Es ist für die betroffenen Familien nicht nur ein Ort der Schwere, sondern auch ein Ort für Entlastung, Freude und gemeinsame Zeit. Hospize werden als geschützter Raum beschriebenen, wo sich die Familien gut betreut und einer Gemeinschaft zugehörig fühlen.
Preisgeld: 500 Euro
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3. Platz - Anna Berger, BSc MSc ANP
Thema: Qualitative Evaluation des Palliativkonsiliardienstes der Christian-Doppler-Klinik – Die Wirkung auf das Betreuungsteam
(Paracelsus Medizinische Universität)Erkenntnisse für die Praxis: Der Palliativkonsiliardienst wird von den Behandlungsteams als Untersützung positiv wahrgenommen und trägt zur Verbesserung der inter- und intraprofessionellen Kommunikation und Zusammenarbeit sowie zur Qualitätsverbesserung bei der palliativen Versorgung bei. Herausforderungen liegen im strukturellen Bereich, bei fehlenden Ressourcen und einer zu späten Einbindung des Palliativkonsiliardienstes.
Preisgeld: 200 Euro
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1. Platz - Linda Wenzel, BSc
Thema: End-Of-Life Care im Gefängnis – Die Situation von Menschen in Haft an ihrem Lebensende und der Einsatz von Peer-Caregivers
(FH Gesundheitsberufe OÖ – Wels)Erkenntnisse für die Praxis: Sterbende Menschen in Haft sehen sich mit vielen komplexen Themen, wie Kontrollverlust, Verlust des sozialen Umfeldes und dem Verlust einer Zukunft in Freiheit konfrontiert. Zudem kann die gesundheitliche und pflegerische Versorgung im Gefängnis mangelhaft sein. Freiwillige, inhaftierte Peer-Caregivers erleben ihre Arbeit als Prozess der Persönlichkeitsentwicklung und Statuswiederherstellung.
Preisgeld: 500 Euro
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2. Platz - Lisa Adam, BSc
Thema: Einfluss von Specialist Nurses auf die Zustimmung zur Organspende durch die Angehörigen hirntoter Patient:innen
(FHV Vorarlberg University of Applied Sciences)Erkenntnisse für die Praxis: Durch den Einsatz von Specialist Nurses können sowohl die Organspendezahlen als auch die familiäre Zustimmung deutlich erhöht werden und somit die Lücke zwischen Organbedarf und -verfügbarkeit verringert werden. Neben dem passenden Gesprächszeitpunkt ist vor allem eine kompetente Gesprächsführung entscheidend.
Preisgeld: 300 Euro
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3. Platz - Doris Ferenczy, BSc
Thema: Erfahrungen und Bedürfnisse von Personen mit einem Lymphom in der akuten und chronischen Phase ihrer Erkrankung − Eine Synthese qualitativer Studien
(FH Gesundheitsberufe OÖ − Vöcklabruck)Erkenntnisse für die Praxis: Pflegepersonen nehmen eine Schlüsselrolle in der psychosozialen Begleitung und Informationsvermittlung ein. Ein zentrales Handlungsfeld besteht in der Entwicklung strukturierter, personenzentrierter Beratungsangebote, die individuell angepasst werden sollten. Eine Verbesserung der Versorgungsqualität kann zudem durch eine enge interprofessionelle Zusammenarbeit erreicht werden.
Preisgeld: 100 Euro
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