Fachtagung 2015

„Caring – Pflicht oder Kür? – Gestaltungsspielräume für eine fürsorgliche Pflegepraxis“

 

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Caring, vielfach als „fürsorgliche Pflegepraxis“ bezeichnet, wird häufig gelebt, ist aber im deutschsprachigen Raum kaum Gegenstand öffentlicher Fachdiskussionen. In unserer Zeit der Ökonomisierung konzentrieren sich Pflegende unter Zeitdruck eher auf medizinische Maßnahmen als auf Gespräche und Interventionen, die das Wohlbefinden ihrer PatientInnen fördern sollen.

Ist Caring heute noch eine unabdingbare Grundlage für Pflegende im Gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege oder ein „nice to have“? Diese Frage stellte sich Veronika Kleibel, MAS, Herausgeberin des Fachtagungsbandes. Sie wurde zur zentralen Fragestellung der diesjährigen Fachtagung am Campus Rudolfinerhaus, die in Kooperation mit dem Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverband-Förderverein am Donnerstag, dem 26. November 2015 abgehalten wurde.

Einführend wurden verschiedene Care-Ethiken vorgestellt und ihre Bedeutung im internationalen Vergleich diskutiert. Danach wurden Möglichkeiten aus der Sicht des Pflegemanagements dargestellt, Caring in einem Krankenhaus umzusetzen. In den weiteren Vorträgen wurde die Bedeutung von Caring in der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege, in der Professionalisierungsdebatte und in der Pflegewissenschaft thematisiert.

Mag.a Elisabeth Sittner, Direktorin des Campus Rudolfinerhaus, freut sich gemeinsam mit ihrem Team über den großen Erfolg der Tagung: „Wir freuen uns, dass wir so hochkarätige Vortragende gewinnen konnten und das Thema so großen Anklang fand. Wir hier am Campus Rudolfinerhaus haben natürlich immer großes Interesse an Fragen, die die Bildung betreffen. So fragen wir uns in diesem Zusammenhang, wie wir es Studierenden ermöglichen können, Haltungen zu entwickeln, zu übernehmen und zu leben, die Voraussetzung für eine solche ‚fürsorgliche Pflegepraxis‘ sind. Wo, in welchen Settings und vor allem wie, können wir die Entwicklung einer solchen Haltung gezielt fördern, wie können wir Studierende beim Erwerb entsprechender Kompetenzen unterstützen, welches Umfeld in Theorie und Praxis müssen sie vorfinden?“

Der zur Fachtagung herausgegebene Tagungsband (Verlag Facultas) dient dem Nachlesen und soll darüber hinaus auch jenen KollegInnen einen Einblick in die Thematik bieten, die an der Tagung nicht teilnehmen konnten. Er enthält ein Geleitwort von Univ.-Prof.in Dr.in Hanna Mayer.

FT 2015

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